Strohwein

Strohwein ist die in Österreich gebräuchliche Bezeichnung für einen Süßwein der aus getrockneten Trauben hergestellt wird.

Als Strohwein bezeichnet man einen Wein, dessen Trauben nach der Lese auf Strohmatten (daher der Name Strohwein), Holzgestellen oder ähnlichem getrocknet werden, damit der Zuckergehalt der Weintrauben aufgrund der Wasserverdunstung steigt.

Wegen des hohen Zuckergehaltes entsteht bei der anschließenden Gärung meist ein üppiger, schwerer und gut lagerfähiger Wein mit einem hohen Alkoholgehalt von 14 % oder mehr.

Strohweine werden auch in Italien (z.B. Appassimento, Passito, Recioto, Amarone della Valpolicella), Frankreich (z.B. Vin de Paille, Jura) und auf Zypern (Commandaria) erzeugt, während die Bezeichnung Strohwein allerdings Österreich und Italien vorbehalten ist (siehe EU-Weinmarktordnung vom 1. August 2009). Die Herstellung von Strohwein ist in Deutschland durch das Weingesetz von 1971 verboten.

In Österreich bezeichnet man Strohwein auch als Schilfwein.

Siehe auch Appassimento.

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