Acetaldehydton

Ein Wein bekommt einen sogenannten Acetaldehydton durch eine reduk­tive che­mi­sche Ver­bin­dung im Wein bei der ein an Sherry oder oxidierten Apfel erinnernder Duft entsteht.

Der Acetaldehydton wird bei den meisten Weinen als Weinfehler angesehen, ist aber bei manchen Produkten so gewollt und Teil der Tradition und des Weinstils.

Der Actetaldehydton kommt, wie der Name bereits vermuten lässt, durch Acetaldehyd und bezeichnet ein Aroma im Wein, das in höherer Konzentration bei den meisten Weinen als Weinfehler eingestuft wird. Es gibt aber auch einige Wein und Weinstile, bei denen diese Aromatik gezielt herausgearbeitet wird oder zumindest toleriert ist. Acetaldehydton ist z.B. gewollt bei Sherry, Madeira oder Vin Jaune, hier ist es ein fester Bestandteil der Stilistik.

Als Actetaldehydton bezeichnet man jene oxidierte Reifetöne, die an einen aufgeschnittenen und dann an der Schnittfläche oxidierten Apfel oder gammelige Orangen erinnern. Auch die Assoziation an überreifes gedörrtes Obst wird hier oft genannt.

In Wein kann Ace­tal­de­hyd in Kon­zen­tra­tionen von bis zu 200 mg pro Liter vor­han­den sein ohne nega­tiv auf­zu­fal­len, erst bei höhe­ren Kon­zen­tra­tio­nen spricht man von unangenehmen Oxidationsnoten bis hin zum Weinfehler. Ist der Acetaldehydton stark ausgeprägt und geht in den Bereich eines Weinfehlers, geht er mit einer hochgradigen Verfärbung des Weins einher, die von orange bis hin zur Braunfärbung reichen kann.

Acetaldehydton hat ähnliche Ursachen und Auswirkungen wie Altersfirne oder Petrolnote, wobei beide sich erst mit längerer Flaschenlagerung bilden.

Synonyme für Acetaldehydton sind z.B.: