Die Evolution des Web 2.0

Gerade im Bereich Web 2.0 ist derzeit eine rasend schnelle Entwicklung festzustellen! Diese Entwicklung wurde in den vergangenen Wochen speziell dokumentiert von:

Dirk Würtz und seiner Live-Show 100 Grad Oechsle und seit gestern Abend Patrick Johner vom Weingut Johner bei der Twitter-Weinverkostung #twv demonstrieren den Wandel im Bereich des Web 2.0!

Dirk Würtz wagte mit seiner Live-Weinshow 100 Grad Oechsle den ersten Schritt, heraus kam 100 Grad Oechsle. Den zweiten und in meinen Augen sehr viel wichtigeren Schritt hingegen wagte Patrick Johner gestern: Er bestritt mit einem Probepaket bestehend aus drei Weinen die #twv. Die Twitter-Weinverkostung war das bislang interaktivste vorhandene Medium. Nirgends konnten Konsumenten unmittelbarer ihre Wahrnehmung über den zu verkostenden Wein zum Ausdruck bringen.

Aus seinem Paket zur Twitter-Weinverkostung wurde gestern der 2008 Sauvignon Blanc Gladstone aus seinem Probepaket verkostet.

Patrick Johner gelang es darüber hinaus die doch recht einseitige, wenn auch interaktiv gedachte Show von Dirk Würtz zu übertrumpfen: Seine Show war interaktiv (siehe #twv, #twvf und #twvn). So konnte man über vorab definierte Hashtags auf Twitter oder auch via Facebook oder dem Chat auf Ustream.tv sich mit anderen Konsumenten über die jeweiligen Weine austauschen.

Man konnte, während man die Diskussionen auf Twitter verfolgte, Einspieler und Live-Berichte aus Neuseeland (!!!) verfolgen.

Leider gibt es keine Möglichkeit weder die eine noch die andere Sendung einzubinden…

Liegt der nächste Schritt der Evolution über das Web 2.0 hinaus in der verstärkten Nutzung des Mediums Video?

11 Kommentare zu “Die Evolution des Web 2.0

  1. Es liegt in dem Zusammenspiel der technischen Möglichkeiten, Twitter, Chat, Livestream etc.. Man könnte sogar noch skype oder so mit einbinden. Web 2.0, das Netz der unbegrenzten Mögichkeiten.

    AntwortenAntworten
  2. @Mac: …und wenn ich mich recht erinnere haben wir beide so was, zwar nicht live, schon vor einem Jahr gemacht.

    😉

    AntwortenAntworten
  3. Vor 10 Jahren habe ich in Seminaren über das Internet meinen Kunden aus dem Mittelstand versucht die Zukunft von Videos u.ä. zu erklären.
    Die Realität hat selbst mich überrollt !

    Allerdings werden Blogs, Twitter, Videos und co nicht mehr die Veränderungen am Markt erzielen. Zwar ist der Verbraucher heute informierter denn je, doch wird sich der PoS im Weinbusiness kaum noch weiter in Richtung Internet bewegen. Marginale Verschiebungen werden wir noch erleben, doch dann ist Ende der Fahnenstange.

    Der LEH und natürlich auch der Fachhandel hat dazu gelernt.
    Gegen eine gute Marketingstrategie mit Verkostungen, Seminaren und persönlicher Beratung helfen keine Videos.

    Information und zwar kostenlos ist in Zeiten von web 2. alles und darauf müssen diejenigen zielen, die ihre Waren an den Endverbraucher bringen wollen.
    Klassische Werbung ist nach wie vor wichtig, aber der Anteil – auch im Weinhandel – an Internetwerbung sollte heute ca. 20% des Budgets ausmachen (je nach Zielorientierung).

    Ansonsten werden wir auch mit den besten Videos, den besten Blogs und Infos weiterhin nie die besten Weine verkaufen können. Aber wir können aufklären über ordentliche Vinifizierung und ökologische Notwendigkeiten.

    AntwortenAntworten
  4. Langsam wäre es jetzt aber wirklich interessant, mal herauszufinden, ob die ganzen Bemühungen auch jeweils zum – letztlich sowohl bei Weinschreibern als auch bei Weinmachern und Weinverkäufern ja wohl doch im Vordergrund stehenden – Ziel führen: mehr „Umsatz“. Und das sind ja wohl nicht Klickzahlen und follower, und aufgeregtes Zwitschern, sondern mehr Werbeeinnahmen für die einen und mehr Weinverkauf für die anderen.

    Für Händler mit Internetversand läßt sich das vermutlich direkt messen, für Winzer schon etwas indirekter – mehr Besucher im Gut und mehr Bestellungen ab Gut – aber vielleicht auch mehr Bekanntheit bei Weinliebhabern und dadurch mehr Nachfrage im Fachhandel…

    Hier und auf ähnlichen Diskussionsthreads melden sich doch meist nur Leute zu Wort, die eher Web als Weinfreaks sind – haben die selber denn bei all diesem Hype mal ganz platt gefragt schon bedeutend mehr Flaschen bestellt und Wein probiert, als ohne all das? Ihre Konsumgewohnheiten umgestellt (also nicht mehr beim Discounter gekauft, sondern direkt beim Winzer oder bei einem neu entdeckten Fachhändler geordert)?

    Sonst ist das doch alles nur ein Sturm im Wasserglas:-)!

    AntwortenAntworten
  5. vielleicht sollte man das mehr als PR-, Werbe- oder Marketingmaßnahme betrachten!

    AntwortenAntworten
  6. @Michael „Gegen eine gute Marketingstrategie mit Verkostungen, Seminaren und persönlicher Beratung helfen keine Videos.“

    Absolut d’accord… deshalb erhalten die Teilnehmer vorab den Wein um ihn dann zusammen mit vielen anderen Teilnehmer zu verkosten… Wobei in diesem Fall der Raum nicht der selbe ist 😉

    @Iris Für mich war die Summierung von Verkostungsnotizen mein größtes, erreichtes Ziel. Einfach schauen, wo man im Geschmacksprofil der Teilnehmer steht. Diese sind zwar extrem volatil, jedoch können die durch die sehr große gesammelte Erfahrung Empfehlungen aussprechen.

    @All am Montag wird es dann noch Video-Interaktiver… Wer ne Webcam hat und mitmachen / interviewen will einfach eine DM an @johnerDE

    AntwortenAntworten
  7. @Patrick Johner, @Michael Rosenthal und @Lars: Ich denke man darf hier wirklich nicht den unmittelbaren Verkausferfolg messen. Wichtiger ist dass man so direktes Feedack von (mehr oder minder wichtigen vielleicht) Meinungsmachern erhalten kann und somit auch wieder im Gespräch bei potentiellen Multiplikatoren bleibt.

    AntwortenAntworten
  8. Ihr legt aber ein Tempo vor. Ging mir leider zu schnell.

    Auf jeden Fall eine medienwirksame Geschichte. Weiter viel Erfolg!

    AntwortenAntworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*