Mostgewicht

Das Mostgewicht drückt den Zuckergehalt des Mostes aus. Es wird ausgedrückt in Grad Oechsle, was so viel bedeutet wie das spezifische Gewicht des Mostes. Es stellt gewissermaßen den Reifegrad der Trauben dar.

Genau genommen drückt das Mostgewicht nicht nur den Zuckergehalt aus, sondern es werden die gesamten im Saft der Beere gelösten Inhaltsstoffe bestimmt, die allerdings wiederum zu etwa 90 % aus vergärbarem Zucker bestehen. Neben Zucker (Frucht- und Traubenzucker) zählen auch zum Beispiel Säuren, Phenole und Mineralien zum Extrakt, also zu den gelösten Inhaltsstoffen. Durch den Extrakt, vor allem aber dem Zuckergehalt ist die Masse des Beerensaftes immer höher als die von Wasser.

Der Winzer ermittelt das Mostgewicht mittels eines Refraktometers bzw. einer Oechslewaage (Aräometer oder Senkwaage). Das Messergebnis wird (in Deutschland, der Schweiz und Luxemburg) in Grad Oechsle (Oe) ausgedrückt und bezeichnet das Gewichtsverhältnis von einem Liter Most zu einem Liter Wasser bei 20°C, also die spezifische Dichte des Mostes. Ein Grad Oechsle bezeichnet demnach die Gewichtserhöhung von 1000 Milliliter Most um 1 Gramm. Also wiegt 1 Liter Most mit 50°Oe genau 1050 Gramm. Dieser Saft enthält dann pro Liter etwa 114 Gramm Zucker und hat demnach einen potentiellen Alkoholgehalt von ungefähr 6,8 vol.-%.

Zur Messung des Mostgewichtes nimmt man immer mehrere Beeren von unterschiedlichen Trauben, verschiedenen Rebstöcken und zerdrückt sie in einer kleinen Plastiktüte. Den Saft benutzt man dann zur Ermittlung des Reifegrades mittels Refraktometer. So erhält man einen möglichst repräsentativen Schnitt für den ungefähren Reifegrad der Trauben anhand der ermittelten Grad Oechsle.

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