Wein für 30 Pfennig im Dürkheimer Riesenfass

Vor einigen Tagen erreichte mich die E-Mail eines Lesers mit der Frage, ob ich denn eine Antwort auf seine Frage „wie lange hat der erste Besitzer das Weinfass in Bad Dürkheim besessen?“ wüsste. Hintergrund der Frage: Er „hat noch eine Wertmarke aus Aluminium für 30 Pfennig Wein.

Ich fragte ihn, ob es möglich sei mir Fotos zu schicken, ich könnte diese dann gerne hier veröffentlichen und wir könnten dann ja schauen, ob es irgendwoher eine Reaktion gäbe. Inhaber des Dürkheimer Weinfasses zu dem damaligen Zeitpunkt war offensichtlich sein Erbauer Fritz Keller, zumindest steht sein Name auf der Wertmarke!

Gesagt getan, hier die eingescannten Wertmarken:

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Falls jemand uns in dieser Sache weiterhelfen kann, wäre ich mindestens genauso glücklich darüber wie mein Leser! Wer hierzu etwas weiß, einfach per Kommentar oder per E-Mail an mich!

9 Replies to “Wein für 30 Pfennig im Dürkheimer Riesenfass”

  1. Hallo,

    habe ebn mal recherchiert, und herausgefunden, dass von 37-38 eine RM etwa 3,58€ entspricht. Ergo sind 30 RP etwa 1,07€. Dafür wird man heute im Weinfass keinen Schoppen mehr bekommen. Auf unserem Weinfest bekommt man dafür ein Glas [o,1 l] Rivaner.

    Erschreckend ist jedoch: Wenn man die aktuellen Fassweinpreise an der Mosel als Maßstab anlegt, bekommt man dafür 1,53 l Riesling QbA in durchaus ordentlicher bis guter Qualität als lose Ware. Da soll noch einer sagen dass man damals mehr fürs Geld bekommen hätte. Das liegt sicher nicht daran dass der Wein damals so günstig war, sondern dass viele Winzer derzeit bei der Produktion von Fasswein für Kellereien Geld drauflegen! in Zukunft wird man für den gleichen Preis wahrscheinlich ca. 3l bekommen………wenn die Situaton sich nicht verbessert, und Handel und Verbraucher wieder zu deutschem Wein stehen.

    Gruß von der Mosel

    Karl-Josef Thul

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  2. @Karl-Josef Thul: So betrachtet ist das mal eine interessante Rechnung! Wobei der Gedanke 3 L Moselriesling für das wenige Geld zu bekommen irgendwie erschreckend ist…

    @Matthias: Siehste mal, da muss schon der Moselaner kommen um uns das zu erklären 😉

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  3. Das Dürkheimer Riesenfaß wurde 1934 von Küfer- und Kellermeister Fritz Keller erbaut und blieb bis zu seinem Tode im Jahre 1967 in seinem Besitz.
    Er vererbte seinen Besitz nach seiner Ehefrau an seine Töchter Hilde Rübsaamen und Trudel Wolff.
    Trudel Wolff wurde Eigentümerin des Fasses. Bis zum heutigen Tag befindet sich das Dürkheimer Riesenfass im Familienbesitz und gehört seit dem Tode von Trudel Wolff (2005) ihren Kindern, Friedrich Wolff und Heike Eckhardt, also den Enkelkindern des Erbauers .

    In diesem Jahr feiern wir das 75jährige Jubiläum ( 1934 – 2009)

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  4. @Heike Eckhardt: Hallo Frau Eckhardt! Freut mich zu hören, dass dieser Traditionsbetrieb auch heute noch in Familienbesitz geführt wird.
    Über das 75-jährige Jubiläum hatte ich auch berichtet.
    Haben denn die Wertmarken bis heute ihren Wert behalten, oder haben sie irgendwann ihre Gültigkeit verloren?

    Viele Grüße,

    Alexander Ultes

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  5. Hallo Herr Ultes,

    Die Münzen sind aus 1934, lauten auf 30 Pfennig und haben seit langer Zeit nur noch symbolischen Wert. Ursprünglich wuden diese Münzen im Kiosk vor dem Faß verkauft, um den Besucher nicht nur zur Besichtigung anzuregen, sondern bei einem Gläßchen Wein zu verweilen. Denn der Erbauer, Fritz Keller, wollte mit seinem Werk die Menschen ein Stück näher zum Wein bringen.
    Bald haben wir Jubiläumsfest. Schauen Sie doch mal vorbei.

    Viele Grüsse

    Heike Eckhardt

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  6. @Heike Eckhardt: Wenn ich mir betrachte wie lange das Dürkheimer Fass schon Bestand hat, hat Fritz Keller sein Ziel wohl erreicht! Wenn ich mal wieder in der Nähe bin, schau ich mal rein!

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  7. Hallo !
    Es gab keinen Wein für 30 Pfennig. Die Idee dieser Münze war die Leute, die das Fass nur besichtigen wollten, zum Verzehr aufzufordern. Es wurde eine Eintittsmünze verkauft die der Besucher als Wert von 30 Pfennig zum Verzehr benutzen konnte.
    Ich bin der Sohn vom damaligen Pächter und Fasswirt Richard THOMAS. Von 1959 – bis 1984 wurde das Fass von meiner Familie bewirtschaftet.
    Soviel zur Aufklärung dieser Münze. Ich habe noch viele hunderte von diesen Münzen. Es wird demnächst einen Verkaufsaktion dieser Münzen gestartet. Der Erlös wird einem Kinder-Hilfswerk gespendet werden. Hier ein Link : https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1542557975869852&set=pcb.1542558602536456&type=3
    Liebe Grüße Richard Thomas

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