2003 Haut de Poujeaux, Haut-Médoc

Château Poujeaux, das diesen Wein produziert liegt in der Appellation Moulis. Es gehört Union des Grands Crus an und in der wieder verworfenen Klassifizierung von 2003 wurde es als Cru Bourgeois Exceptionnel aufgeführt. Château Poujeaux zählt für mich schon seit Jahren zur Spitze des Bordeaux, auch wenn es den großen Durchbruch nicht geschafft hat. Das Château selbst wurde im 16. Jahrhundert als Nebengebäude zu Château Latour erbaut und trug damals den Namen La Salle de Poujeaux, der noch heute das Etikett des Zweitweins ziert. Heute wird hier auf 52 Hektar Weinbau betrieben. Neben den beiden etablierten Weinen wird auf Château Poujeaux erst seit dem Jahrgang 2003 ein weiterer Wein, der Haut de Poujeaux, produziert. Auf rund 4 Hektar wachsen hier zu 45 % Cabernet Sauvignon und zu 55 % Merlot.

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Rubinrot mit deutlich purpurnen Anklängen liegt er undurchsichtig im Glas. Man riecht deutlich Veilchen. Untermalt werden diese durch Johannisbeere und Kirsche, hat der Wein ein paar Minuten Luft im Glas bekommen zeigt er sich mit einer ausgeprägten Würze in der Nase. Die Noten nach Paprika und Pfeffer werden von Minute zu Minute dominanter. Im Mund wirkt er sehr kühl und trocken, doch ist er eher der schmeichelnde Typ. Er ist ein unkomplizierter Typ, hat zwar nicht ganz wenig Gerbstoffe, die sind wiederum seidig weich und gut eingebunden. Die Fruchnoten und die Veilchen sind zwar auch im Mund noch präsent, stehen aber hinter den Aromen gegrillter grüner Paprika an. Die ausgeprägte Aromatik des vollmundigen Körpers bleibt auch noch lange auf der Zunge wenn der Wein schon nicht mehr da ist.

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In meinen Augen ein rundum gelungener Wein, er zeigt einen eigenen Charakter und ist keiner dieser weichgespülten Bordeauxweine.

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