Chile – Land der Kontraste

Kaum ein Land hat so viele Kontraste aufzuweisen wie Chile. Im Westen durch den Pazifik, im Osten durch die Anden vom Rest der Welt abgegrenzt, reicht Chile von Süden vom subpolaren Kap Hoorn und dem von Chile beanspruchten Teil der Antarktis bis in den Norden des Landes mit der Atacama-Wüste über eine Distanz von 4329 km, das Antarktisterritorium inkludiert sind es sogar etwa 8000 km. Selbst ohne Antarktisterritorium hat das Land eine Ausdehnung von Nord nach Süd über mehr als 39 Breitengrade, die Länge von rund 4300 km entspricht in etwa der Entfernung von Moskau nach Madrid, durch die Anden verfügt Chile in Richtung West-Ost über Höhenunterschiede mehrerer tausend Meter, unter anderem durch Berge wie den Ojos del Salado mit 6893 m Höhe. Diese Extreme sorgen für eine Vielfalt verschiedenster Klimata und Landschaften.

Das Relief Chiles mit den Anden, die Nord-Süd-Ausdehnung über 4300 km Länge und der Atlantik mit dem Humboldt-Strom und dem Wetterphänomen El Nino sind die größten Einflussfaktoren auf das vielfältige chilenische Klima.

Chile gehört zu den führenden Wirtschaftsnationen Süd- und Mittelamerikas sowie zu den größten Rohstoffproduzenten dank seiner reichhaltigen Kupfervorkommen. Diese Kupferminen haben Chiles Wohlstand begründet. Heute sind ca. 60 % der Exporte Chiles jedoch landwirtschaftlichen Ursprungs (Forstwirtschaft, Fischerei, Landwirtschaft und auch Weinbau…). Die landwirtschaftlichen Produktionsflächen liegen ausnahmslos im Zentraltal, da der Norden von Wüsten geprägt ist. Südlich des Zentraltals und im südlichen Tal selbst wird sehr viel Viehzucht betrieben. Der Weinbau mit etwa 116.000 Hektar Reben hat Chile zum größten Exporteur südamerikanischer Weine gemacht, in Sachen Lachsproduktion hat Chile Norwegen vor einigen Jahren als weltweit größter Hersteller verdrängt! Die gesamte chilenische Wirtschaft hängt sehr stark vom Export ab (ähnlich wie Deutschland rund 1/3 des Bruttosozialprodukts).

Touristisch interessant sind vor allem die Atacama-Wüste im Norden, das facettenreiche Patagonien im Süden und um die Hauptstadt Santiago de Chile das Zentraltal zwischen den Anden und dem eher flachen Küstengebirge (Cordillera de la Costa) mit seinen Weinbaugebieten und die Stadt selbst. Beeindruckend schmiegt sich die Stadt an die Anden.

Der Name Chiles kommt übrigens vermutlich aus der Sprache der Aymara, wo chilli so viel bedeutet wie „das Land wo die Welt zu Ende ist“.

Typisch für Chile, wie auch andere Länder Südamerikas sind die halbrunden Empanadas, meist mit klein geschnittenen Bratenresten, aber auch mit Hackfleischfüllung, die entweder gebraten oder frittiert werden. Die Küche Chiles ist insgesamt eher deftig. Wenn man vor Ort isst, sollte man allerdings beachten dass die Mehrzahl der im Land konsumierten Weine nicht dem Niveau der nach Europa exportierten Weine entspricht. Es gibt vor Ort dafür aber einige gute Biere. Was man auf jeden Fall nicht vergessen darf mit nach Hause zu bringen ist eine Flasche Pisco um sich auch Zuhause einen Pisco Sour zubereiten zu können. Mein favorisierter Pisco ist Alto del Carmen (Capel).

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